Duftbaustein: Storchschnäbel

Blumen und Blüten wurden schon seit alters her zur Gewinnung von Düften und Aromen benutzt. Lavendel, Oleander, Rosen und auch der Storchschnäbel wurden und werden angebaut, um Rohstoffe für Lebensmittel und auch für Parfums zu gewinnen.

Storchschnäbel als Biorohstoffe

Die Düfte der Blüten dieser Pflanzen werden von den meisten Lebewesen als angenehm empfunden, es sind eben auch die Botenstoffe, mit denen die Pflanzen ihre Bestäuber anlocken. Die Pflanzen sehen auch in der Regel hübsch aus und werden in Gärten gerne zur Zierde eingesetzt. Eine weniger bekannte Gruppe von Pflanzen, die sowohl in Gärten als auch in Zuchten verwendet wird, sind die Storchenschnäbel.

Botanik des Storchschnabels

Der Storchschnabel ist eine Gattung von Pflanzen die sehr weit auf der Erde verbreitet sind. Sie werden in der Botanik mit dem lateinischen Begriff Geranium erfasst. Es sind sehr genügsame Pflanzen die man im Prinzip irgendwo in die Erde hineinsetzt und die dann vor sich hin wachsen. Der Storchschnabel hat für den Gärtner eine schöne Eigenschaft, er wuchert nicht. Er bleibt an seinem Standort und drückt durch seine charakteristischen Blätter die anderen Unkräuter einfach runter. Wenn man also schöne gepflegte Ränder in seinem Garten haben möchte, dann empfiehlt sich so ein Gewächs. Man selbst und die Nachbarn freuen sich an der Pflanze. Der Storchschnabel hat zunächst einmal ganz charakteristische Blätter, die so ausgebuchtet sind wie größere Kleeblätter. Man erkennt die Pflanze an den Blättern -wenn sie nicht blüht. Wenn sie geblüht hat, dann erkennt man sie am charakteristischen Fruchtstand, der sieht nämlich dann so auch wie ein Storchschnabel. Das hat dann auch der Pflanze der typischen Namen gegeben.

Die lateinische Bezeichnung des Storchschnabel "Geranium" bedeutet übrigens nichts anderes als Storch. Ansonsten kann man den Storchschnabel in den unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen bewundern. Es gibt ihn in der Strauchform, kriechend und in einer Wildform. Man kann ihn übrigens auch perfekt unter die Baumscheibe eines Baumes setzen. Der Storchschnabel enthält auch eine Reihe von Bitterstoffen. Tiere, die normalerweise alles was grün ist anknabbern, wie Meerschweinchen und Hasen, mögen die Pflanze deswegen gar nicht auf ihrem Speisezettel haben. Wenn der Garten also am Waldrand liegt, dann kann man mit einem Storchschnabel und vor allem einem Beet aus dieser Pflanze für eine Augenweide sorgen. Sonderlich duften tut diese schöne Pflanze leider nicht. Außerdem hat die geringe Verbreitungsfreude auch einen Nachteil, die Pflanze ist in der Beschaffung recht teuer, man muss als Hobbygärtner pro Quadratmeter Fläche 50 Euro anlegen.

Inhaltsstoffe des Storchschnabels

Die Pflanze ist reich an ätherischen Ölen und Wirkstoffen. So fand deswegen in alten Apothekenbüchern ihren Ort. Sie wurde im Mittelalter gesammelt und für die verschiedensten Leiden wie Hautausschlag und bei Kinderwunsch eingesetzt. Die ätherischen Öle gelten auch heute noch als sehr wertvoll. Sie werden als Rohstoffe für Parfums und Kosmetika eingesetzt. Man verwendet eine schonende Extraktion, um die wertvollen Inhaltsstoffe darzustellen.