Duftbaustein: Koriander

Beim Koriander handelt es sich ursprünglich um ein Gewürz aber auch um einen Duft, der serh oft für die Herstellung von Parfüm verwendet wird, mit dem Lateinischen Namen Coriandrum sativum, aber auch zahlreiche andere Namen sind für dieses Gewürz in der Umgangssprache geläufig: Asiatische Petersilie, Gewürzkoriander usw. bekannt.

Der Koriander ist im Großen und Ganzen ein einjähriges Kraut, welches von den Doldenblütlern abstammt. Das Wort Koriander wurde vom griechischen Wort coris für Wanze und dem Wort amon für Anis abgeleitet, da die Blätter des Koriander tatsächlich nach Wanzen und die Beeren nach Anis duften. Vom Koriander kann man sowohl die Früchte sowie die Blätter als Gewürz verwenden. Ansonsten wird die ganze Pflanze zur Pafrünherstellung genutzt. Die Blätter beinhalten ganz verschiedene Aromen und sind daher nicht gegenseitig ersetzbar.

Der Koriander besteht aus ätherischem Öl, wobei die Frucht Linalool, Geraniol, , α- und γ-Terpinen und Borneol enthält, im Kraut und in der Wurzel Decanal, Tridecen-(2)-al) usw enhalten sind.
Um an das ätherische Korianderöl zu gelangen, wird dieses mit Hilfe von Destillation von Wasserdampf aus den Samen gewonnen. Der Samen enthält zu 70 Prozent Monoterpenole, zu 10 Prozent Monoterpene, Ketone, Ester und Kumarine. Koriander riecht warm, aromatisch und würzig, aus diesem Grund wird er auch oft in der Parfumindustrie verwendet. Es dient dort größtenteils zum reduzieren und anpassen der einzelnen Ingredienzien.

Verwendung des Korianders

Koriander wird auch in der Heilkunst verwendet, ungefähr seit des antiken Ägypten. Die ätherischen Öle des Korianders habe eine appetitanregende, verdauungsfördernde, krampflösende und bei Magen- und Darmleiden lindernde Wirkung. Aus diesen Gründen ist Koriander auch in den meisten Medikamenten gegen Magen- und Darmbeschwerden enthalten.
Der Koriander stammt höchstwahrscheinlich aus dem östlichen Mittelmeergebiet, genauer gesagt aus Griechenland oder Kleinasien. Der Koriander, welcher in Russland und Mitteleuropa angebaut und verwendet wird, hat viel kleinere Früchte und enthält mehr ätherisches Öl als die orientalische Version, die von Nordafrika bis China aufgrund der Früchte und des frischen Krautes angebaut wird.

Optisch ähnelt der Koriander sehr der Petersilie, daher wird er auch oft als indische Petersilie oder chinesischer Petersilie bezeichnet. Koriander ist auch ein entscheidender Inhaltsstoff des Currypulvers und auch des Nordindischen garam masala sowie des Südindischen sambaar podi. In Indien wird der Koriander normalerweise trocken geröstet oder in Fett gebraten, das verstärkt und modifiziert das Aroma.

Vor allem in Asien sind die Blätter des Korianders äußerst beliebt, denn dort werden sie zum Würzen von Suppen, Salaten und Curries verwendet. Die asiatische Hochburg ist definitiv Vietnam.
Aber auch in den Küchen Lateinamerikas, vor allem in Mexiko, sind die Korianderblätter sehr beliebt. Eine bekannte Speise für die Koriander verwendet wird, ist die Guacamole. Als Europäer muss man sich erstmal mit dem Geschmack des Korianders anfreunden, viele empfinden den Geschmack als unerträglich. Aber nach und nach gewöhnt man sich an dieses Gewürz und möchte es bei vielen Speisen nicht mehr missen. Aber der Trend zur Verwendung des Koriander geht immer mehr in Richtung Parfümherstellung.