Rinden in der Parfümherstellung

Duftstoffe werden bereits seit Tausenden von Jahren verwendet. Vielfach sind es Blüten, aber auch Blätter, Zweige oder auch Rinden die neben tierischen Produkten Verwendung fanden und noch finden. Einer der bekanntest Duftstoffe die aus Rinde gewonnen werden und wohl auch einer der ältesten ist die auch als Gewürz bekannte Rinde des Zimtbaumes.

Wie wichtig sind Rinden im Bereich der Duft- oder Parfümherstellung?

Eine weitere deren Duft wohl jeder kennt ihn aber wohl nur selten mit Namen benennen kann ist z.B. Styrax der unter Anderem in Südamerika wachsenden Styraxbäume. Ein recht neuer Duft aus Rinde ist der von Roman Kaiser entdeckte Wacapu Baum aus Französisch Guayana. Auch Henna Rinde (gemischt mit Zweigen und Blättern) wurde zu Duftherstellung genutzt.

Sandelholzrinde ist ebenfalls ein sehr altbekannter Duft, sowie Myrrhe und Cascarilla.

Weitere Duftrinden Sorten sind Condurango, Copaibalsam, Akazie (von der auch Wurzel und Harz genutzt werden), Angostura (der einigen auch als alkoholisches Getränk bekannt sein dürfte), Birke, Hamamelis, Jamboul (eine Arbart des Nelkenbaumes, er wird auch gern zur Aromatisierung von orientalischen Zigaretten verwendet), Kaneel (wird auch weisser Zimt genannt) und viele andere.

Die Gewinnung der Rinden

Früher wurden die ätherischen Öle, also der Duft, fast immer über die Dampfsdestillation welche schon weit vor Christi Geburt in Persien genutzt wurde. Sie geriet für lange Zeit in Vergessenheit und wurde später von den Araber ca. im Jahr 1000 nach Christus wiederentdeckt und seither ständig verfeinert. Für die Dampfdestillation werden die Rinden (oder was immer verwendet werden soll) meist zerstoßen oder zermahlen und auf eine Art Rost gelegt. Durch die Durchleitung sehr heißen Dampfes lösen sich die ätherischen Öle aus den Zellen. Eine weitere auch früher genutzte Möglichkeit der Duftgewinnung war das Einlegen in Alkohol. Der Alkohol hat nach einiger Zeit eine ähnliche Wirkung wie der heiße Dampf und löst die Duftstoffe aus den Zellen. Eine ebenfalls sehr alte Methode einen Duft aus einer Zutat zu bekommen ist sie einfach zu verbrennen. Räucherungen aus getrockneter und zu Pulver zerriebener Zimtrinde die man einfach auf Glut warf sind auch heute noch beliebt. Myrrhe, von der ebenfalls die Rinde, aber auch das Harz, Zweige oder Blätter für Räucherungen verwendet werden sind uns ja auch unter anderem aus der Bibel bekannt.

Verwendung der Rinden

Düfte können anregend, entspannend oder sogar heilend wirken. Vielfach werden Rinden als sogenannte Obertöne oder auch als Basis in Parfüm verwendet, aber auch Raumdüfte oder Räucherstäbchen enthalten sehr häufig Duftstoffe aus Rinden wie z.B. das bekannte Sandelholz. Weitere Möglichkeiten der Verwendung sind die Verwendung in Lebensmitteln wie z.B. das Südamerikanische Lapachobrot oder sogar in Zigaretten. Auf jeden Fall spielen Düfte aus Rinden trotz der inzwischen vorhandenen Möglichkeit viele Düfte zu synthetisieren und somit künstlich (wobei die Wirksamkeit in Bezug auf die positiven Wirkungen bei künstlichen Duftstoffen nach wie vor nicht wirklich gegeben ist) herzustellen immer noch eine große Rolle in der Duftherstellung.