Duftbaustein: Aldehyde
Aldehyde in der Kosmetik und in der Industrie. Es gibt verschieden Naturstoffe, die in der chemischen wie auch in der Kosmetikindustrie wie auch in Aroma und der Duftsstoffindustrie verwendet werden. Dazu gehören die Gruppe der Aldehyde. Aldehyde oft sehr aromatisch riechende Stoffe, die als Grundlage für bestimmte Aromen dienen können.
Chemie der Aldehyde
In Pflanzen werden Stoffe oft in Form von Ölen und Fetten eingelagert. Öle und Fette sind die Reserverstoffe der Pflanzen, man denke nur an das Olivenöl oder an andere Öle, die wir ja auch als Nahrungsmittel nutzen. Als chemische Endgruppe taucht bei diesen Stoffen oft eine OH Gruppe auf. Wenn bei bestimmten Alkoholen eine Oxidation auftritt, dann entsteht aus diesem Alkohol eine Aldehyd. Aldehyde sind Oxidationsprodukte von Alkoholen, formal wird aus dem Alkohol ein Wasser Molekül abgespalten. Es gibt auch andere Stoffklassen, die intensive Aromen verbreiten. Dazu zähen die Aromaten - wie ja auch schon irgendwie der Name eine Aussage macht. Es gibt viele Naturstoffe, die sowohl zu der einen Klasse als auch zu der anderen Klasse dazugehören. Benzaldehyd zum Beispiel ist sowohl ein Aldehyd als auch ein Aromat.
Herstellung der Aldehyde
Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten, Aldehyde herzustellen. Eines besteht darin, einen Alkohol aufzuoxidieren. Das macht man bei dem bekannten Stoff Formalin, Formalin ist das Aldehyd von Methanol. Methanol ist der gefährliche Fuselakohol, der für viele Erblindungen zuständig ist. Dieser Stoff kann zum Beispiel als Methan gewonnen werden und ist ein Nebenprodukt der Ölindustrie. Man kann viele Aldehyde aus solchen Alkoholen der Industrie gewinnen. Die Endung „Al" im Namen zeigt dem erfahrenen Menschen an, dass es sich bei dem Stoff wohl um ein Aldehyd handelt. Viele Aromen und auch das oben erwähnte Benzaldehdyd wird auf diese Art und Weise hergestellt.
Die andere Methode um an Aldehyde zu gelangen beteht in der Isolierung des jeweiligen Stoffes aus einem Naturprodukt. Man kann das Naturprodukt nämlich schonend destillieren und erhält so in einer bestimmten Fraktion das gesuchte Aldehyd. Man führt so ein Verfahren oft unter Abwesenheit von Sauerstoff im Unterdruck aus. Bei Normalbedingungen werden die Aromen nämlich weiter aufoxidiert. Aus dem Aldehyd wird dann die Säure. Dann ist die Fraktion verdorben. Dieses Verfahren wird für Stoffe wie Rosenöle oder Minzen angewandt.
Gefährdungen durch Aldehyde
Aldehyde können schnell weiterreagieren. Eine gut bekannte Reaktion ist die sogenannte Schiffsche Reaktion. Hier reagiert das Aldehyd mit einem Amin ab. Damit können Proteine nachgewiesen werden die aber dann zerstört sind. Am bekanntesten ist die Reaktion von Formalin mit Proteinen. Deswegen ist das Aldehyd auch für Nervenzellen giftig und führt zum Erblinden. Je komplexer das Aldehyd ist, desto geringer ist die Giftwirkung. Der Alkohol Methanol und das Aldehyd Formalin sind die gefährlichsten Stoffe. Deswegen vermeidet man auch den Einsatz von Formalin. Dieses Aldehyd gilt sowohl als giftig als auch als krebserregend.
Anwendungen von Aldehyden
Wie beschrienben kann man Aldehyde als Aromen in Speisen als auch zur Herstellung von Parfums nutzen. Der Marzipangeschmack von Benzaldehyd wird oft verwendet. Formalin wird in manchen Kosmetika wegen seiner Reaktionsfreudigkeit als Konservierungsmittel genutzt . Ferner dient dieses Aldehyd als Desinfektionsmittel und als Leichenkonservierungsmittel.