Duftbaustein: Vanillin
Vanilin als berauschender Duftstoff
Seit Jahrtausenden haben Menschen versucht, bestimmte Düfte einzufangen. Es besteht eine faszinierende Anziehung, den sich Männer wie Frauen kaum entziehen können. Früher versuchte man insbesondere durch die unterschiedlichsten Pflanzen, Salben und Duftwässer zu gewinnen. Mit fortschreitender Zeit und durch weitere Entwicklungen wurde es schließlich möglich, den reinen Duftstoff in Form von etherischen Ölen zu isolieren. So auch geschehen mit dem Duftstoff Vanilin. Doch was genau sind eigentlich etherische Öle und wie werden sie gewonnen?
Gewinnung von Vanillin Duftstoffen
Substanzen, die flüchtig und in Wasser schwer löslich sind, bezeichnet man als etherische Öle. Gewonnen werden diese Substanzen aus Pflanzen wie etwa durch deren Rinde, Knospen, Wurzeln oder auch durch die Früchte eines Baumes. Auf diese Weise ließen sich früher mehrere Duftstoffe gewinnen. Die Gewinnung eben jener Stoffe wie Vanilin war jedoch sehr zeitaufwendig und mit hohen Kosten verbunden. Aus diesem Grund konnten früher nur sehr wenige Menschen es sich leisten, teuerste Duftstoffe aufzutragen. Parfum blieb ein Privileg der höheren Gesellschaft. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts sollte sich das jedoch ändern, denn es wurde möglich, die in der Natur vorkommenden Duftstoffe künstlich herzustellen. Vanilin konnte bereits 1872 auf nicht natürliche Weise hergestellt werden. Doch wie genau funktioniert die Gewinnung von synthetischen Duftstoffen?
Vorgehensweise bei der Gewinnung
Etherische Öle werden bei Zimmertemperatur aus dem jeweiligen pflanzlichen Material herausgelöst und so lange destilliert, bis eine intensiv riechende Lösung des Duftstoffes zurückbleibt. Der gewonnene Stoff kann dann in unterschiedlichster Art und Weise verwendet werden, um verschiedene Parfume zu verfeinern.
Vorkommen von Vanilin
Der Duftstoff Vanilin kommt nicht nur in ätherischen Ölen vor, sondern ist auch Bestandteil von Aromen. Der typische Duft und Geschmack des Aldehyds dominiert insbesondere in den Vanillearten „Vanilla planifolia" und „Vanilla tahitensis". Bei der Gewinnung ist auch zu beachten, dass Vanilin an Glucose gebunden ist.
Beschreibung des Duftstoffes Vanilin
Kristalle, die durch Vanilin gebildet werden, zeichnen sich durch eine farblose oder cremefarbene bis hellgelbe Farbe aus. Außerdem sind die Kristalle gut löslich in Ethanol. Der Duftstoff ist vor allem in sehr heißem Wasser gut löslich, während Wasser bei Raumtemperatur eher ungeeignet für die Löslichkeit des Stoffes erscheint. Aufgrund der Zersetzung unter Lichteinfluss und Feuchte, eignet sich der Einsatz von Vanilin in Produkten wie Seifen meistens nicht, da es zu einer Verfärbung (Braunfärbung) in dem Endprodukt kommt und der verbraucher wenig Freude daran hat.
Duft: Vanilin zeichnet sich vor allem durch einen charakteristisch süßlichen Geruch nach Vanille aus, aber wird auch oft unter einem caramelartigen, sahnigen oder schokoladenartigen Geruch wahrgenommen.
Verwendung des Vanillin
Der Duftstoff wird vor allem in der Parfumerie zum Fixieren und Modifizieren von Duftnoten verwendet, aber auch zur Abrundung von süßlich riechenden Kompositionen.
Außerdem ist Vanilin ein wichtiger Aromastoff in der Lebensmittelbranche und findet auch Verwendung in pharmazeutischen Produkten.
Ein wichtiger Stoff also, der bei Kindern wie auch Erwachsenen ein Geruchserlebnis bietet und einen wunderbaren Geschmack in Lebensmitteln und Süßwaren wie etwa dem allseits beliebten Vanilleeis mit sich bringt.